Tag Archives: Diskussion

Graffito und Gedanken

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Ein Graffito und ein paar Gedanken für militante und andere.

Wir haben uns Gedanken über die Äußerungen unserer unbekannten Gefährt_innen der „militanten Musiker_innen“ (mM) (1) gemacht. Dies kann als eine (ausgeweitete) Reaktion auf ihre Gedanken gelesen werden und wurde mit einem Graffito schlechter Qualität verschönert.

Das Graffito enthält: „Probleme erfassen und greifbar machen sowie militant angehen“
Dazu kommt noch ein Roter Stern, dass A im Kreis und das „Symbol“ der CCF. (2)
Weshalb wir uns für diese Symbole entschieden, erläutern wir später. Continue reading Graffito und Gedanken

There’s Gonna be Brighter Days – Autonome Politik in Berlin

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Ein Schwarzweiss Photo aus den Tagen nach dem Mord an Alexis. Eine Menschenmenge sammelt sich auf den Strassen Athens. Im Bildvordergrund gehen etwas unscharf zwei Jungen, 15, vielleicht 16 Jahre alt, durch die Menge. Sie haben ihre gemusterten Kapuzenpullis über den Kopf gezogen, ihre Gesichter werden von Tüchern verdeckt. Die meisten Demonstranten stehen in kleinen Gruppen zusammen, tauschen sich aus. Continue reading There’s Gonna be Brighter Days – Autonome Politik in Berlin

Ein Grund für das Versagen bei Flüchtlingskämpfen

Ein kürzlich erschienener Text über Stärken und Schwächen autonomer Politik in Berlin konnte keinen Diskurs über eine bessere Organisierung anschieben. Zumindest in den Kommentaren und bekannten Reaktionen wird der Begriff „autonom“ häufig mit Gewalt oder Militanz verwechselt. Dieser Eindruck mag entstehen wenn unter Stärken fast nur noch militante Aktionen zu finden sind weil der politische, theoretische, agitatorische und organsisatorische Drang dieser Szene momentan sehr begrenzt ist. Continue reading Ein Grund für das Versagen bei Flüchtlingskämpfen

Stärken und Schwächen autonomer Politik in Berlin

„Den Rahmen für ein Bild zu setzen und es zu verbreiten ist eine Praxis der Macht.“ (Philip Rizk, Kairo)

Die Frage nach dem Zustand autonomer Politik in Berlin würde vermutlich überwiegend negativ beantwortet werden. Individuelles Erleben und das Warten auf Resonanz spielen dabei genauso eine Rolle wie leider immer noch die Reaktion der Presse. In den letzten Monaten haben sich Situationen ergeben, die bei genauerem Hinsehen eigentlich nicht das Bild einer zerfallenden autonomen Bewegung bieten, sondern Ausdruck einer Trennung von unterschiedlichen Strömungen sind.

Den Erfolg einer Politik an der vermeintlichen Akzeptanz in der Bevölkerung und damit auch an Medienberichten zu messen ist genauso falsch wie Autonome auf Militanz zu reduzieren. Genau hier setzt die Strategie der PR Abteilung der Berliner Sicherheitsbehörden an; eine gleichgeschaltete Presselandschaft verkündet das Scheitern der Autonomen, wenn es keine Krawalle gibt oder wenn dem Innensenator eine geschickte Spaltung gelingt. Drei Beispiele:

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1. Mai in Berlin – Erwartungen / Einschätzungen / Ernüchterungen aus militant-antagonistischer Sicht

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Nach dem Desaster des Antirepressionstag am 22.03., das wohl in Berlin noch lange nachwirken wird und das bisher auch nicht ansatzweise bilanziert worden ist, zeigten auch die Geschehnisse rund um die Räumung des Flüchtlingcamps am Oranienplatz den anhaltend miserablen Zustand, in dem sich derzeit der Rest antagonistischer Politik in der Haupstadt befindet.

Trotz der furchtbaren und demotivierenden Bilder von Schlägereien der Flüchtlinge auf dem Oranienplatz untereinander fanden sich am Abend zwischen 1500 und 2000 Menschen am Kotti ein. Continue reading 1. Mai in Berlin – Erwartungen / Einschätzungen / Ernüchterungen aus militant-antagonistischer Sicht

[B] Einige Gedanken zu AntiRep14

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Was gestern in Moabit, Kreuzberg und Friedrichshain los war, spottet jeder Beschreibung. Es sollte ein kämpferischer Tag gegen die Repression sein, gegen die gesellschaftlichen Machtverhältnisse und gegen politische Justiz. Es wurde ein grauer Frühlingstag, der mit einer Menge Festnahmen und einem verwirrten Publikum endete. Continue reading [B] Einige Gedanken zu AntiRep14

Von der Turmstrasse bis zum Moritzplatz

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Gescheiterter Aktionstag gegen Repression in Berlin
Es gibt nur eine nützliche Tat: Die den Menschen und die Welt verbessert. Ich werde nie die Menschen verbessern. Aber man muss so tun, als ob… Deshalb habe ich diese absurde und aussichtslose Anstrengung gewählt. Eben deshalb stehe ich auf der Seite des Kampfes. Die Zeit eignet sich dazu, ich sagte es schon. (Albert Camus)

17:00 Uhr Demo in Moabit

Zum angekündigten Start der Kundgebung um 16:00 Uhr war der Lautsprecherwagen nicht in Sicht, an der Thusnelda-Allee, dem angekündigten Kundgebungsplatz, niemand zu sehen. Vereinzelte Kleingruppen im Umfeld, beäugt von uniformierten Bullen und den PMS Aufklärern. Erst mit über einer halben h Verspätung kommt der Lauti, einige hundert Menschen sammeln sich. Die üblichen Redebeiträge, die Stimmung ist wie das Wetter: Grau in Grau. Die Bullen umkreisen das Terrain, filmen fleissig ab. Continue reading Von der Turmstrasse bis zum Moritzplatz

Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins – eine militante Nachbetrachtung

der folgende Text ist von linksunten übernommen:

Obwohl wir nichts von Schusswaffengebrauch in die Überschrift geschrieben haben, können wir uns schon jetzt einer gewissen Aufmerksamkeit sicher sein. Die einen werden weitere militaristische Tipps und Anekdoten erwarten, der Boulevard und die ausgemachten Gegner*innen einer radikalen Linken weitere Zitate, die sie in ihrer idiosynkratischen Ablehnung bestärken und andere wiederum werden genervt aufseufzen und sich die Frage stellen, ob eine weitere militante Auswertung wirklich Not tut. Continue reading Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins – eine militante Nachbetrachtung

Über HH2112 und eine militante Zukunft auf der Straße

Der folgende Text wurde von Linksunten übernommen. Für die darin enthaltenen Vorschläge finden sich gelegentlich Beispiele aus der Praxis auf unseren aktualisierten Unterseiten.

Vorab
Im Folgenden wollen wir versuchen möglichst knapp, präzise und übersichtlich unsere Sichtweise darauf darzulegen, was die Ereignisse um HH2112 politisch wiederspiegeln, und was welche Schlüsse wir daraus für die Zukunft ziehen. Nachdem einerseits ein beträchtlicher Teil der radikalen Linken der BRD vor Ort war, wollen wir dabei über ein paar wenige konkrete Situationen diskutieren. Vor allem aber wollen wir diese größte Mobilisierung des vergangen Jahres als Bezugspunkt für eine allgemeine Debatte über Zukunft militanter Praxis auf der Straße nutzen, auch um niemanden auszuschließen, der nicht selbst dort war. Nachdem uns ferner klar ist, dass nicht jedeR Zeit hat, so lange Texte zu lesen, haben wir uns bemüht Kapitel zu schreiben, die mensch auch einzeln lesen kann. Continue reading Über HH2112 und eine militante Zukunft auf der Straße