Zusammenstösse nach erneuter rassistischer Bullengewalt in Pariser Vorort

Am Donnerstagsabend, 2. Februar, haben die Bullen in dem Pariser Vorort Aulnay-sous-Bois willkürlich zwei junge Männer angehalten und kontrolliert. Für die Bewohner der Vororte eine tagtägliche Praxis der rassistischen Erniedrigung, die sie seit Jahrzehnten kennen und die immer wieder in Gewaltexzessen der Bullen endet. Woraufhin es dann für einige Nächte brennt in der Banlieue.

Am Donnerstagabend traf es Théo. Vier Bullen warfen ihn zu Boden und prügelten auf ihn ein, beschipften ihn rassistisch. Dann zogen sie ihm seine Hose herunter und einer der Bullen vergewaltigte ihn mit seinem Schlagstock. Continue reading Zusammenstösse nach erneuter rassistischer Bullengewalt in Pariser Vorort

Randalieren gegen Trump

Für anarchistische und antifaschistische Gruppen in den USA war es die größte Mobilisierung seit langem – #Disrupt J20, die Amtseinführung des Faschisten Donald Trump.
In vielen Städten waren Proteste für diesen Tag vorbereitet worden. Auf dem Gelände der Universität in Seattle richteten sich diese gegen den Auftritt des rechtsradikalen Hetzers Milo Yiannopoulous bei einer Veranstaltung des College Republicans student club . Der Zugang zum Veranstaltungsort auf dem Campus wurde von Antifaschist*innen blockiert, die sich Hunderten Rassisten und Bullen gegenüber sahen. Im Handgemenge wurde ein Antifaschist von einem Milo Fan in den Bauch geschossen, der Schütze stellte sich später den Bullen, wurde aber freigelassen. Hier wurde auch ein Streifenwagen eingeworfen.

In Chicago waren Kleingruppen in der Masse der Gegendemonstration unterwegs und entglasten einige Banken, 15 Menschen wurden verhaftet. Continue reading Randalieren gegen Trump

Unruhen in Mexico

Die Erhöhung der Benzinpreise um 20% seit dem 1. Januar durch den Präsidenten Enrique Peña Nieto führte in ganz Mexico zu Plünderungen und Zusammenstössen mit den Bullen.
Diese haben zu über 400 Festnahmen, 250 geplünderten Geschäften und sechs Toten geführt, auch weil Bürgerwehren im Auftrag von Ladenbesitzern gegen Demonstrierende vorgingen. Continue reading Unruhen in Mexico

Bei den Protesten gegen PEC 241/55 in Porto Alegre (25.11. & 13.12. 2016)

Sie wollen das wir jeden Tag früh aufstehen um jeden Tag zu arbeiten und wenn möglich bis ans Ende unseres Lebens … Für was? Wir haben schon verstanden und wir werden es nicht akzeptieren.

Die Zerstörung der Erde und von allem Lebenden um es in Geld zu verwandeln, ist das Gesetz. Die Gesetze, die zusammen die Verfassung bilden, die die Bibel des Staates ist, der Demokratie, sind eine Reihe von Verträgen und Auflagen von Politikern, Eigentümern, den Reichen, Kapitalisten und falschen Kritikern. Alles, was von ihr kommt, ist schädlich für die Freiheit.

Das Parlament ist eine Höhle und aus ihm wird immer ein Wille kommen ein Canga (Anm. d. Übers.: Canga ist ein Mehrzweck-Stück Stoff auch bekannt als Sarong, das oft in Brasilien anstelle eines Handtuches verwendet wird) unter dem menschlichen Kollektiv zu sein, dass in dem von dem brasilianischen Staat kontrollierten Gebiet lebt. Im permanenten Brandschutz, den die Regierung gegen die Bevölkerung aufrechterhält, ist das neue Verfassungsänderungsprojekt PEC 241/55 ein Mörser. Es ist der rohste Ausdruck der Macht: Wir kommandieren, du gehorchst, arbeite! Und es kommt noch mehr, die neue Regierung bleibt ein Feind wie alle ihre Vorgänger, ausgefeilter in ihrem gierigen Angriff gegen die Bevölkerung und das Land, gegen alles.

Als wir eintrafen war der Krieg schon erklärt, wir verweigerten einfach den Gehorsam und friedfertiges Verhalten. Continue reading Bei den Protesten gegen PEC 241/55 in Porto Alegre (25.11. & 13.12. 2016)

Aktion, 3 Jahre nach dem Tod (im Kampf) von Sebastián Oversluij

Santiago-Chile, 7.12.2016: Salida an der UMCE (ehenmals pädagogisches Institut), Barrikaden, Transparente, Flugblätter und Angriffe mit Molotow-Cocktails auf das Pack von Cabanierxs, als Erinnerung an Pelao Angry und für die politischen Gefangenen. Währendessen kam es auch an der JGM (Universität von Chile) zu Auseinandersetzungen.

Die Flugblätter sagen:

Sebastián Oversluij, mit jeder direkte Aktion gewinnen wir deine Erinnerung zurück. Diesen 11. Dezember sind es schon drei Jahre her, seit deinem Tod im Kampf, mit Feuer antworten wir auf jeden gefallenen Gefährten.

Freiheit für die GefährtInnen des PDI-Falles, Tamara Sol und alle GefährtInnen, die sich, verschleppt durch den Polizeistaat, im Knast befinden.

Feuer den Gefängnissen!
Kein Vergessen, ebenso kein Vergeben!
Der Kampf geht weiter, stärker als bisher!

Athen: Bekennung zur Teilnahme an den Straßenkämpfen des 19. Oktober

geklaut von contrainfo:

Mittwochnacht, den 19. Oktober, nahmen wir und viele andere Gruppen und Individuen an den Straßenkämpfen rund um das Polytechnio in Exarchia teil. Sie hielten mehrere Stunden an und beinhalteten kontinuierliche Angriffe mit Molotovs, Steinen und Feuerwerk gegen die Polizeieinheiten für Aufstandsbekämpfung (MAT).

Straßenkämpfe, in all ihren Formen (Verlassen der Universitätsräumlichkeiten mit brandstiftenden Mitteln, Ausschreitungen bei Demonstrationen, etc.), sind Teil eines polymorphen, anarchistischen Angriffs gegen die Macht und die aufgezwungene Wirklichkeit.

Wegen ihrer charakteristischen Merkmale sind sie eine der effektivsten Wege, den Konflikt zwischen Anarchie und der Welt der Macht aufzuzeigen. Wir unterstützen deshalb die Verbreitung dieser und aller anderen Arten von Kämpfen, die darauf abzielen zu destabilisieren und Chaos zu verbreiten, bis das Bestehende zusammenbricht.

Wir wollen uns nicht auf eine Routine des Anti-Bullen-Hasses beschränken. Neben den Angriffen auf die Bullen fördern wir die Praxis, Strukturen und Symbole der Herrschaft anzugreifen. Diese reichen von offensichtlichlichen Zielen, wie Banken und Ministerien, bis zu den urbanen Elementen, die der normalen Funktion der Metropolen dienen: (Straßenschilder, Ampeln, Kameras, Busstationen) und auch die Repräsentationen, Symbole und Idole der Macht in Form von Ikonen, Monumente und Statuen.

Gleichzeitig sind Barrikaden und Angriffe auf die öffentlichen Verkehrsmittel (Busse, O-Busse, U-Bahnen …ohne Fahrgäste darin) Formen, welche den Fluss von Menschen und Rohstoffen unterbrechen. Auch Sabotage gegen den Staat und an privaten Firmen, welche diesen Fluss verwalten, sind Teil davon.

Diese Symbole und Strukturen repräsentieren oder haben eine Funktion der autoritären Zivilisation, die wir zerstören wollen. Deshalb werden sie immer ein Ziel für uns sein.

Wir sehen anarchistische Gewalt nicht als Opferbereitschaft oder eine revolutionäre Verpflichtung, stattdessen entmystifizieren wir sie und verwandeln sie in eine Banalität. Wir benutzen sie auf eine spielerische Weise und machen sie für jede*n zugänglich, ohne Professionalismus oder Auflagen.

Kein Akt der Rebellion ist sinnlos!

Aufstände überall!

Stärke den Gefangenen und den Verfolgten!

-Einige Kinder mit Kapuzen

Zwei Menschen wurden leider festgenommen und dem Haftrichter vorgeführt, laut TV-Nachrichten auch ein italienischer Genosse.