Revolte der senegalesischen Gemeinde in Salou

In der katalanischen Kleinstadt Salou bei Tarragona hat am 11. August die senegalesische Gemeinde revoltiert. Auslöser war die Ermordung des 50 jährigen Mor Sylla durch die Polizei.

Der Arbeiter aus dem Senegal stürzte aus dem 3. Stock eines Hauses, als eine Razzia der Mossos d’Esquadra durchgeführt wurde.

Die katalanischen Bullen waren im Rahmen einer Operation «top manta» auf der Jagd nach Menschen aus Afrika, denen Produktpiraterie vorgeworfen wird. Mit anderen Worten, ein Einsatz gegen den Straßenhandel mit DVD Raubkopien.

Ob Mor Sylla auf der Flucht abstürzte, lieber sterben wollte als den Folterknechten in die Hände zu fallen oder von den Beamten aus dem Fenster geworfen wurde, ist unklar.

Bei den durch diesen Mord ausgelösten Auseinandersetzungen wurden zehn Bullen verletzt und mehrere Senegalesen verhaftet. Der Einsatz der Polizei, die während der Unruhen von Faschisten unterstützt wurden, richtet sich gezielt gegen arme Menschen aus Afrika, die aus Sicht der katalanischen Regierung dem Tourismus schaden. Behörden sprechen von klandestinen Wohnungsfabriken, in denen die Arbeiter wohnen und die Produkte fälschen würden.