Disturbios in Barcelona nach Räumung

Die „Enteignete Bank“, besetztes soziales Zentrum im Viertel Gracia von Barcelona, wurde am 23. Mai von den Bullen geräumt. Acht Stunden benötigten die Bullen um mit Trennschleifern und anderem Gerät, die letzten Leute aus dem verbarrikadierten Gebäude zu holen.

Am Abend formierte sich eine Demonstration mit 2000 Menschen gegen diesen Angriff und zerstörte auf ihrem Weg einige Scheiben von Banken.

Angekommen an dem inzwischen abgesicherten Squat, wurden die Stahlplatten wieder abgerissen. In diesem Moment griffen die berüchtigten Mossos – katalanische Riotbullen und Folterknechte – die Demonstration an. Dabei wurden 15 Menschen verletzt, teilweise durch Gummigeschosse. Augenzeugen beschreiben es als Zufall, dass dabei niemand getötet wurde.
Die Leute leisteten jedoch heftigen Widerstand, unterstützt von den Anwohner*innen. Barrikaden wurden errichtet und ein Müllfahrzeug angezündet, die Mossos mussten ordentlich Steine und Flaschen einstecken.
Die Auseinandersetzungen breiteten sich im ganzen Viertel aus, ein Supermarkt wurde wegen seiner miesen Arbeitsbedingungen demoliert, Bullentransporter in die Flucht geschlagen.

Die Proteste halten an, weitere Demos sind angekündigt.