Bilder vom globalen Widerstand

Gegen Bonzen, Neonazi-Schergen und Mos Maiorum.

Eine entschlossene Demonstration hat am Samstag,18.Oktober, in Bologna gleiche mehrfach politisch Stellung genommen. Die Demonstration startete am frühen Nachmittag. Zunächst zog sie zum Hauptbahnhof. Im Vordergrund standen dabei kommunikative Aktionen gegen die laufende europaweite polizeiliche Operation Mos Maiorum. dabei wurden die europaweite Migrantenjagd angeprangert und das Recht aufgenommen zu werden sowie die Freiheit zu bleiben, sich zu bewegen und über die eigene Zukunft zu entscheiden eingefordert.

Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zur Piazza Maggiore

standen soziale Themen im Mittelpunkt. Hier wurde eine für alle frei zugängliche und in Würde lebbare Stadt eingefordert. Die aktuelle Wohnungspolitik, die in Form des „Piano Casa“, die Menschen, die von Wohnungsnot betroffen sind und deshalb Wohnungen bzw. Häuser besetzen kriminalisiert und von der Grundversorgung (Wohnsitz, Gesundheit, Strom, Wasser und Gas) ausschließt, der „Jobs act“ Renzis und polettis, der die Prekarität institutionalisiert, das „Youth Guarantee“ Projekt der EU, mit der Billiglöhnen und Zwangsmaßnahmen zur Beschäftigung für junge Menschen Vorschub geleistet wird und die Bildungsreform Giannini-Renzi wurden abgelehnt. Nächste Station des Protests war in diesem Streckenabschnitt die Universität von Bologna. Dort hatte sich auf Betreiben der Hochschule und eines der Prodi-Familie nahestendes Verlagshauses Bankitalia Direktor und EZB-Unterhändler Ignazio Visco in der Aula eingestellt, wo er eine Vorlesung mit Titel: „Warum sich die Zeiten gerade ändern“ halten sollte. Als Farbbeutel und Eier aus der Demonstration flogen, um gegen die Veranstaltung mit dem EZB-Unterhändler zu protestieren, griff die Polizei ein, mehrere Demonstranten wurden mit Schlagstöcken verletzt.

Die Demonstration formierte sich aufs Neue, um Piazza Maggiore und anschließend Piazza Galvani zu erreichen, wo es am 5. Oktober zu regem Protest gegen eine Veranstaltung der homophoben Bewegung der Sentinelle in Piedi (die stehenden Wächter), an der auch Forza Nuova Mitglieder beteiligt waren gekommen war. Letztere wurden schließlich gezwungen, die Flucht zu ergreifen. Forza Nuova hatte daraufhin umgehend eine Großveranstaltung mit Generalsekretär Roberto Fiore am 18. Oktober angekündigt. Fiore, der einst Anführer von Terza Posizione war, wurde wegen Beteiligung am faschistischen Anschlag von Bologna im Jahr 1980 rechtskräftig verurteilt, bei dem 85 Menschen starben und 200 verletzt wurden. Dass er es wagt, in Bologna reden zu halten, ist folglich besonders dreist. Die Demonstration verließ also die Piazza Galvani um die Piazza San Domenico zu erreichen, wo sich Forza Nuova zur Veranstaltung mit Fiore versammelt hatte. Ein massives Polizeiaufgebot schützte den Veranstaltungsort der Faschisten. Der Opposition gegen die Faschistenversammlung wurde sodann mit feuerwerk und Böllern Ausdruck verliehen, was die Polizei im Sturm quittierte. Es gab weitere Verletzte und eine Ingewahrsamnahme. Die Demonstration sammelte sich ein weiteres Mal neu, um zum Polizeipräsidium zu ziehen. Dort wurde die Freilassung Matteos gefordert, der aber nicht frei kam. Die nächsten Termine in Solidarität mit ihm stehen schon fest.

Auch in der Diktatur von Bahrain geht der Widerstand weiter. Dort werden seit 2011 soziale Revolten blutig niedrgeschlagen, trotzdem gehen die Angriffe auf Repressionsorgane in Manama weiter:

Nach der Entführung und Ermordung von 43 StudentInnen in Guerrero/Mecixo durch Todesschwadrone von Polizei und Mafia, brennen dort Regierungsgebäude: